Schüler-Reporter: Wettervorhersage zum Anfassen und Mitmachen am interaktiven SMART Board

Wetter für Jung und Alt!

Schüler präsentieren eigene Wettervorhersagen

Als wir die Katharinenschule in der Hafencity betraten, sahen wir eine Horde Kinder, die voller Euphorie darauf warteten, dass das Programm starten würde. Gudrun Rohde, Lehrerin an der Katharinenschule und langjährige Unterstützerin der Veranstaltung begrüßte anfangs alle Schülerinnen und Schüler. Anschließend stellte Akio Hansen vom Klimabotschafter e.V. kurz vor, was uns die nächsten 90 Minuten erwarten würde. Hierbei waren jedoch alle zunächst gespannt auf den Vortrag des allbekannten Hamburg1-Wettermoderators Frank Böttcher, der schon zuvor in den Workshops angepriesen wurde.

Als dieser begann, seine PowerPoint Präsentation vorzustellen, konnte er durch seine klare, humorvolle Sprache und den permanent gesuchten Austausch mit seinem Publikum schnell die Aufmerksamkeit der Viert- und Siebtklässler auf sich ziehen. Schließlich berichtete Böttcher über extreme Wetterverhältnisse, welche auf der Erde vorkommen oder vorgekommen sind. Aus der Dunkelheit heraus sah man funkelnde Kinderaugen, als Böttcher über Hurrikane, Tornados, extreme Dürre, Überschwemmungen etc. berichtete. Zu vielen dieser Wetterereignisse hatte Böttcher ein Video vorbereitet. Jedes dieser Videos bildete einen neuen Höhepunkt der Präsentation, so dass sowohl Jung als auch Alt der Präsentation aufmerksam folgte und keiner gelangweilt war.

Spätestens als Frank Böttcher ein selbst aufgenommenes Foto präsentierte, hatte er die vollste Aufmerksamkeit des gesamten Publikums. Auf dem Foto konnte man tatsächlich einen Tornado sehen, welcher 2016 über Hamburg zog – das rief doch ein vielfaches Erstaunen hervor! Bemerkenswert war zudem, dass die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen uns teilweise einiges Voraus waren, was das Wissen zum Thema Wetter angeht. Sie kannten nicht nur den Unterschied zwischen Tornados und Hurrikanes, sondern ebenfalls in Einzelheiten den Unterschied zwischen Klima und Wetter. Als sich der Vortrag des Wettermoderators dem Ende zuneigte, merkten wir, wie die Schülerinnen und Schüler langsam unruhig wurden und auf den aufgereihten Stühlen hin- und herrutschten. Nun kam es schließlich zu dem spannenden Teil des Programms, der Wettermoderation der Mädchen und Jungen. Alle Teilnehmer wurden an den Tagen zuvor unter Leitung des Meteorologen Akio Hansen und des Medienpädagogen Michael Weißer in vierstündigen Workshops am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) ideal vorbereitet – sowohl thematisch als auch auf den Umgang mit dem interaktiven SMART Board.

Die Viertklässler aus Lurup begannen mit ihrer Wettermoderation Hamburgs auf dem SMART Board, an dem Frank Böttcher zuvor seine Vortragsfolien zeigte. Unterteilt in mehrere Gruppen, fingen die Grundschüler an, uns das Wetter vorherzusagen. Dabei wurden Faktoren wie die Windstärke, die Temperatur (am Tage und in der Nacht) und die Entwicklung von Hochs und Tiefs berücksichtigt. Die Schülerinnen und Schüler schienen Spaß an ihrer Tätigkeit als Wettermoderator zu haben und überraschten uns mit Special-Effects wie beispielsweise das Aufspannen eines Regenschirms oder das Aufsetzen einer Sonnenbrille. Somit zogen uns die kleinen Nachwuchs-Wettermoderatoren schließlich in ihren Bann. Trotz großer Anspannung meisterte die 4. Klasse ihre nicht einfache Aufgabe mit Bravour.

Danach waren die Siebtklässler aus Bergedorf an der Reihe. Die drei Jahre älteren Schülerinnen und Schüler gingen das Ganze scheinbar deutlich gelassener an, waren aber ebenfalls nervös, als es schließlich losging. Die 7. Klasse musste sich einer etwas schwierigeren Aufgabe stellen: der Wettermoderation ganz Deutschlands. Ähnlich wie ihre Vorgänger hatten auch sie sich in kleine Gruppen aufgeteilt und in dieser Konstellation traten sie vor das Publikum und präsentierten jeweils Wettervorhersagen für unterschiedliche Regionen. Die Klasse berücksichtigte die gleichen Faktoren wie ihre Vorgänger, jedoch erstreckte sich das zu moderierende Gebiet über die gesamte Bundesrepublik und auch auf Europa. Mit einer gewissen Leichtigkeit glitt Satz für Satz über die Lippen der Kinder, so dass es spannend war, zuzuhören. Die eben erläuterten Special-Effects dürfen auch hier nicht unerwähnt bleiben. Der Wetterbericht für die Türkei wurde hierbei zweisprachig in Deutsch und Türkisch moderiert sowie für England in Englisch und Deutsch zugleich. Ein wahres Highlight.

Als jede/r der Schülerinnen und Schüler ein paar Sätze gesagt hatte, fiel allen spürbar eine gewisse Last von den Schultern. Nun war wieder Frank Böttcher an der Reihe, welcher sich der Herausforderung stellte ebenfalls einen professionellen Wetterbericht am SMARTBoard für Hamburg zu moderieren, dieses aber augenzwinkernd nicht ganz so ernst nahm. Den Kindern war der Spaß ins Gesicht geschrieben und wir freuen uns aufs nächste Jahr, wenn wir neue Wettermoderationen anschauen und miterleben dürfen.

Schülerreporter im Einsatz, hier mit Frank Böttcher.

Autoren: Anna-Lena Krüger, Ilya Altincinar, 06.11.2017, Hamburg